Traditionelle Chinesische Medizin

Dr. Pinnow TCM Dr. of Acupuncture in Shanghai

Was bezeichnet man als Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)?

Als Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bezeichnet man ein eigenständiges erfahrungsheilkundliches System von Gesundheitsstörungen, die mit einem breiten Spektrum naturheilkundlicher Diagnose- und Therapieverfahren erfasst und behandelt werden können. Ihre Ursprünge reichen bis ins dritte vorchristliche Jahrtausend zurück und ihre Entwicklung setzt sich bis in die Gegenwart fort.
Im Zentrum der Traditionellen Chinesischen Medizin steht die Auffassung, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden.

Gesundheit und Wohlbefinden sind Ausdruck dessen, dass sich Yin und Yang im Gleichgewicht befinden. Dementsprechend manifestiert sich ein gestörtes Gleichgewicht zwischen Yin und Yang als Gesundheitsstörung oder Krankheit, die die Einheit von Körper, Geist und Seele als Ganzes betreffen.

Im Mittelpunkt der Diagnosestellung in der TCM steht das diagnostische Erstgespräch. Hierin gewinnt der Arzt durch gezieltes Befragen und Beobachten von Ausdruck und Haltung des Patienten die richtungsweisenden Informationen, die dann durch gezieltes Untersuchen sowie Beschauen der Zunge und Tasten des Pulses erweitert werden können.

Im Anschluss an die Diagnosenstellung wird mit dem Patienten ein Plan erarbeitet, mit welchen therapeutischen Maßnahmen das gestörte Gleichgewicht wieder hergestellt werden soll.

Angewandte Behandlungsverfahren in unserer Praxis

In unserer Praxis wenden wir hierzu in erster Linie die Akupunktur – häufig in Kombination mit einer Chinesischen Wärmelampe – und einige ausgewählte Methoden der Chinesischen Manualtherapie an.

In ausgewählten Fällen arbeiten wir auch mit Chinesischen Kräutern in Form von Pulvern oder Fertigarzneien, die in enger Absprache mit einer Traditionellen Chinesischen Apothekerin ausgewählt werden.

Neben der klassischen Chinesischen – verwenden wir auch neuzeitliche Weiterentwicklungen der Akupunktur wie Ohrakupunktur, Mikrosystemakupunktur und ECIWO.

Was kann mit Akupunktur behandelt werden?

Die Akupunktur findet bei einer Vielzahl akuter und chronischer Krankheiten sowie Allergien Anwendung.
Neben der Behandlung von Schmerzerkrankungen eignet sich besonders gut zur Therapie sogenannter funktioneller Beschwerden, d. h., von Gesundheitsstörungen, für die in der westlichen Medizin keine Ursache gefunden werden kann oder die der westlichen Medizin nicht zugänglich sind.
Beispiel Erschöpfungszustand: Wenn wir die wesentlichen Ursachen für Erschöpfung, wie etwa im Blut nachweisbare Mangelzustände ausgeschlossen haben, können wir hier mit der Akupunktur – gegebenenfalls auch mit Kräutern – regulierend einwirken.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über typische nach westlichen Diagnosekriterien definierte Krankheitsbilder, bei denen wir Akupunktur mit großem Erfolg angewendet haben:

Kopfschmerzsyndrome:

  • Migräne – von Reduktion der Anfallsintensität und -häufigkeit, bis zu vollständiger Anfallsfreiheit
  • Nervöse Spannungskopfschmerzen – Entspannung und Kopfschmerzen aufgrund von Verspannungen der Hals- und Nackenmuskulatur – besonders in Kombination mit Schröpfkopfmassage
  • Trigeminusneuralgie

Bewegungsapparat:

  • Akute und chronische Schmerzen der Hals-,  und Lendenwirbelsäule
  • „Frozen Shoulder“ und andere Schulter-Arm-Syndrom
      – je früher die Behandlung erfolgt, desto besser!
  • Tennisellenbogen
  • Knieschmerzen bei Gonarthrose
  • Schmerzen bei Arthrosen der kleinen Gelenke an Händen und Füßen
  • Panikattacken
  • Symptome der Menopause,
  • Allergien, Tinnitus

Von der Anwendung von Akupunktur bei floriden rheumatischen und arthritischen Schmerzen raten wir dringend ab. Hier kann die Akupunktur zur Verstärkung der Schmerzen führen! Außerdem stehen in der westlichen Medizin sehr wirksame Medikamente zur Verfügung, die nicht nur die Schmerzen lindern, sondern auch den Krankheitsverlauf wesentlich verbessern können.

Erkrankungen an den oberen Atemwegen

• Akute Nebenhöhlenentzündung
• Akuter Schnupfen
• Allgemeine Erkältungskrankheiten
• Akute Mandelentzündung

Erkrankungen der Mundhöhle

• Zahnschmerzen
• Akute und chronische Rachenentzündung
• Schmerzen nach dem Ziehen von Zähnen

Erkrankungen des Verdauungstraktes
• Krämpfe von Speiseröhre und Mageneingang
• Schluckauf
• Sodbrennen und Magenübersäuerung
• Akute und chronische Magenschleimhautentzündung
• Verstopfung
• Durchfallerkrankungen
• Darmlähmung

Erkrankungen von Nervensystem und Bewegungsapparat

• Kopfschmerzen
• Migräne
• Lähmungen nach Schlaganfall
• Chronisches Einnässen
• Trigeminusneuralgie
• Fazialisparese
• Tennisellenbogen
• Schulter-Arm-Syndrom
• Ischias-Schmerzen
• Kreuzschmerzen

Erkrankungen an Lunge und Bronchien

• Akute Bronchitis
• Asthma bronchiale (sehr wirksam bei Kindern und Patienten ohne Begleiterkrankungen)

Übersicht modifiziert nach Stux G, Stiller N, Pomeranz B: Akupunktur;
5. Auflage Springer, Berlin Heidelberg, New York 1999